Jüdische Gemeinden in Deutschland fühlen sich seit Oktober unsicherer als je zuvor
Michael TextorJüdische Gemeinden in Deutschland fühlen sich seit Oktober unsicherer als je zuvor
Eine aktuelle Umfrage hat tiefgreifende Sorgen unter jüdischen Gemeinden in Deutschland über den wachsenden Antisemitismus offenbart. Mehr als zwei Drittel fühlen sich seit dem Hamas-Angriff auf Israel im vergangenen Oktober in dem Land weniger sicher. Die Ergebnisse lösten scharfe Reaktionen bei politischen Führungskräften aus, die zu dringendem Handeln aufrufen.
Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, hat sich gegen die zunehmende Welle der Feindseligkeit ausgesprochen. Er bezeichnete die Zunahme von Angriffen und Hass gegen jüdische Menschen als inakzeptabel und abscheulich. Seine Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund stark gestiegener Meldungen über antisemitische Vorfälle im ganzen Land.
Von Notz kritisierte jene, die versuchen, Hass gegen jüdische Gemeinden mit Verweis auf die Politik der israelischen Regierung zu rechtfertigen. Eine solche Argumentation schüre nur weitere Spaltung und Gewalt, betonte er. Der Politiker unterstrich, dass die deutsche Gesellschaft den Antisemitismus mit größerer Entschlossenheit bekämpfen müsse.
In seiner Stellungnahme bestand von Notz darauf, dass die Bekämpfung des Antisemitismus eine rechtliche und moralische Verpflichtung sei. Er forderte die Behörden auf, alle gesetzlichen Mittel einzusetzen, um jüdisches Leben zu schützen und die Sicherheit der betroffenen Gemeinden zu gewährleisten.
Die Umfrage zeigt einen deutlichen Rückgang des Sicherheitsgefühls unter jüdischen Menschen in Deutschland. Politische Führungskräfte, darunter von Notz, drängen nun auf strengere Maßnahmen, um das Problem zu lösen. Der Aufruf zum Handeln erfolgt zu einer Zeit, in der antisemitische Vorfälle weiter zunehmen – und damit Bedenken hinsichtlich der langfristigen Sicherheit und des gesellschaftlichen Zusammenhalts wachsen.






