Mieterbund fordert einkommensabhängige Umlage von Modernisierungskosten
Wilhelm RoskothMieterbund fordert einkommensabhängige Umlage von Modernisierungskosten
Ein neuer Vorschlag zielt darauf ab, die Art und Weise zu ändern, wie Mieter die Kosten für Modernisierungen von Mietwohnungen tragen. Axel Gedaschko, Präsident des Deutschen Mieterbunds, fordert ein gerechteres System, das sich am Einkommen orientiert. Derzeit können Vermieter diese Ausgaben gleichmäßig auf alle Mieter umlegen – unabhängig davon, wie viel sie verdienen.
Gedaschko kritisierte das aktuelle System als ungerecht, insbesondere für Haushalte mit niedrigem Einkommen. Als Beispiel nannte er eine alleinerziehende Mutter, die als Krankenschwester arbeitet und nur 4,50 Euro pro Quadratmeter Grundmiete zahlt. Nach den bestehenden Regeln könnte sie mit denselben Zusatzkosten für Modernisierungen belastet werden wie besser verdienende Nachbarn.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wer die Kosten für klimafreundliche Verbesserungen tragen soll – etwa für energieeffiziente Heizsysteme oder Sanierungen. Gedaschko schlug ein gestaffeltes Modell vor, bei dem Mieter mit höherem Einkommen stärker zur Kasse gebeten werden. Dadurch würde ein Teil der finanziellen Last von denen genommen, die ohnehin schon kaum über die Runden kommen.
Er rief die regierende Koalition aus CDU/CSU und SPD auf, schnell zu handeln. Der Appell kommt zu einer Zeit, in der Deutschland den Wohnungsbau klimafreundlicher gestalten will, gleichzeitig aber die Sorge wächst, wie diese Veränderungen Mieter mit knappen Budgets belasten werden.
Würde das neue System eingeführt, würden sich die Modernisierungskosten am Einkommen der Mieter orientieren. Das könnte die finanzielle Belastung für Geringverdiener verringern und dennoch notwendige Sanierungen ermöglichen. Die Bundesregierung hat sich bisher noch nicht zu Gedaschkos Vorschlag geäußert.






