20 June 2026, 14:14

Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg droht wegen Geldmangel das Aus

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg droht wegen Geldmangel das Aus

Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht wegen chronischer Unterfinanzierung vor einer möglichen Schließung. Seine Ombudsstelle OHA! Verstärker für Kinder- und Jugendrechte könnte von der städtischen Bildungsbehörde abgebaut werden. Die Situation hat Besorgnis beim Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) ausgelöst.

Der VKJH betreibt 17 Einrichtungen und 27 Projekte mit 90 fest angestellten und 150 freiberuflichen Mitarbeitenden. Doch die Zentrale des Verbands erhielt nie ausreichende Mittel, um die grundlegenden Verwaltungskosten zu decken. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, bräuchte die Organisation jährlich zusätzliche 120.000 Euro für eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle.

Die städtische Bildungsbehörde plant nun, die Jugendombudsstelle mit einer neuen Position für Kitas zusammenzulegen. Dieser Schritt würde eine Neuausschreibung erfordern und gefährdet damit die Zukunft der bestehenden OHA-Stelle. Seit ihrer Gründung 2017 bearbeitet die Ombudsstelle jährlich rund 300 Beratungsfälle und spielt eine zentrale Rolle in der Debatte um Jugendwohlfahrt.

Das BNO hat sich eingeschaltet und die erneute Ausschreibung des Ombudsvertrags kritisiert. Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, müsste der VKJH seine Dienstleistungen möglicherweise an die Bezirksämter abgeben.

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Ohne gesicherte Finanzierung bleibt das Überleben des VKJH ungewiss. Die Entscheidung der Stadt, die Ombudsstelle neu auszuschreiben, könnte zur Schließung eines wichtigen Angebots führen. Ohne zusätzliche Unterstützung droht das Ende der Arbeit des Verbands für Kinder und Jugendliche.

Quelle