20 June 2026, 00:19

Köln und Düsseldorf planen legale Drogen-Konsumräume für Crack und Heroin

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf planen legale Drogen-Konsumräume für Crack und Heroin

Köln und Düsseldorf erwägen einen umstrittenen Plan, der den Mikrohandel mit harten Drogen in kontrollierten Räumen erlauben soll. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der der Konsum von Crack in vielen deutschen Städten – darunter Köln und Dortmund – den von Heroin überholt hat. Lokale Verantwortliche argumentieren, dass dies die öffentliche Ordnung verbessern und Suchtkranken helfen könnte.

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Im Kölner Neumarkt ist die Drogenabhängigkeit zu einer sichtbaren Krise geworden. Abhängige versammeln sich in großer Zahl, betteln oft aggressiv, stehlen oder gehen der Prostitution nach. Anwohner und Ladenbesitzer berichten von häufigem öffentlichen Urinieren und offenem Drogengenuß, was zu weitverbreitetem Unbehagen führt.

Torsten Burmester (SPD) und Stephan Keller (CDU) haben nun eine Lösung vorgeschlagen: Sie wollen den kleinteiligen Kauf und Verkauf harter Drogen in Konsumräumen legalisieren. Diese Einrichtungen würden unter medizinischer Aufsicht betrieben und böten schwerstabhängigen Nutzern eine kontrollierte Umgebung.

Die beiden Oberbürgermeister haben an die Minister von Nordrhein-Westfalen geschrieben und eine rechtliche Prüfung des Vorhabens beantragt. Ziel ist es, den Mitarbeitern in diesen Räumen klare, rechtlich abgesicherte Handlungsrichtlinien an die Hand zu geben. Keller ist überzeugt, dass dieser Ansatz die Straßenkriminalität verringern und den Druck auf öffentliche Plätze mindern könnte.

Der Vorschlag würde einen deutlichen Kurswechsel in der Drogenpolitik der Region bedeuten. Sollte er umgesetzt werden, könnte er die Art und Weise verändern, wie Städte mit Sucht und öffentlicher Sicherheit umgehen. Die Oberbürgermeister betonen, dass der Fokus darauf liege, sowohl die Abhängigen als auch die Allgemeinheit zu schützen.

Quelle