20 March 2026, 06:22

Lahav Shani startet in München mit bayerischem Servus statt Schalom

Ein detailliertes altes Stadtplan von München, Deutschland, mit Straßen, Parks und Sehenswürdigkeiten, mit blauen, grünen und gelben Farbtönen und einem dekorativen Rand.

Lahav Shani startet in München mit bayerischem Servus statt Schalom

München begrüßt seinen neuen Musikdirektor Lahav Shani mit einer typisch bayerischen Note

Statt eines multikulturellen Grußes setzte die Stadt auf ein markantes Servus! – eine traditionelle lokale Begrüßung – um seinen Amtsantritt zu würdigen. Die Kampagne spiegelt Münchens Vorliebe wider, ausländische Einflüsse mit der eigenen kulturellen Identität zu verbinden.

Dieser Ansatz steht im deutlichen Kontrast zu Berlins weltoffenem Welcome! für Simon Rattle, als dieser die Berliner Philharmoniker übernahm. Hier liegt der Fokus auf dem Bayernkult – einer Feier bayerischer Traditionen bei gleichzeitiger Öffnung für neue Führungspersönlichkeiten.

Shanis Ernennung zum Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker folgt auf eine turbulente Phase für das Orchester. Im vergangenen Jahr hatte dessen Ausschluss vom Flandern-Festival Gent wegen Antisemitismus-Vorwürfen in Deutschland breite Kritik ausgelöst. Nun bezeichnet der Münchner Kulturreferent Marek Wiechers Shanis Ankunft als einen Aufbruch – einen Neuanfang und den Beginn einer neuen Ära. Das Orchester hat sich hinter ihn geschart und signalisiert damit Geschlossenheit nach den Kontroversen.

Die Servus!-Kampagne vermeidet bewusst das naheliegende Schalom, das Münchens Offenheit hätte betonen können. Stattdessen setzt sie auf bayerisches Erbe und spiegelt damit die allgemeine Kulturstrategie der Stadt wider. Selbst Markus Söder, Bayerns Ministerpräsident, zeigt sich gelegentlich aufgeschlossen für fremde Einflüsse – bekannt geworden durch seinen Söder-Döner, eine Hommage an Münchens vielfältige kulinarische Szene.

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Shanis Debüt fällt in eine Zeit, in der ein weiterer Star-Dirigent, Simon Rattle, kürzlich Münchens Symphonischen Hoagascht leitete – ein symphonisches Treffen im bayerischen Stil. Die Veranstaltung unterstrich, wie die Stadt internationale Talente einbindet, ohne die lokalen Traditionen aus dem Blick zu verlieren.

Die Servus!-Kampagne untermauert Münchens Herangehensweise an kulturelle Integration: die Verbindung globaler Impulse mit regionalem Stolz. Shanis Führung markiert einen Wendepunkt für die Philharmoniker nach den Streitigkeiten des vergangenen Jahres. Mit starker öffentlicher und politischer Unterstützung beginnt seine Amtszeit unter einem Banner, das gleichermaßen willkommen heißt und unverkennbar bayerisch ist.

Quelle