18 April 2026, 16:20

Martin Günther kämpft im EU-Parlament für Klima und gegen Rechtsdrift

Ein Plakat mit der Aufschrift "Humoristische Karte von Europa im Jahre 1870" zeigt eine Karte von Europa umgeben von Karikaturen.

Martin Günther kämpft im EU-Parlament für Klima und gegen Rechtsdrift

Martin Günther, ein 43-jähriger Volkswirt und Mitglied der Partei Die Linke, ist seit über sechs Monaten Abgeordneter im Europäischen Parlament. Er übernahm den Sitz von Carola Rackete nach deren Rücktritt im September 2023. Seine Arbeit konzentriert sich nun auf Klimapolitik und den Widerstand gegen den wachsenden Einfluss rechtsextremer Kräfte in den Entscheidungsprozessen der EU.

Günther trat als vollwertiges Mitglied in den Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ein. Er positioniert sich als lautstarker Verfechter einer linken Einheit und betrachtet die europäische Integration als ein grundlegend progressives Projekt. Eine seiner zentralen Aufgaben besteht darin, als Berichterstatter im Schatten für den Wettbewerbsfähigkeitsfonds zu wirken, wo er Änderungen erarbeitet, um Mittel umzulenken und Kürzungen bei Klimainitiativen zu verhindern.

Sein Fokus auf den Ausgleich zwischen Wirtschaft und Umwelt fällt in eine Phase, in der die Europäische Kommission einen Finanzrahmen vorschlägt, der seiner Ansicht nach Entwicklung und Nachhaltigkeit gegeneinander ausspielt. Günther warnt, dass sein Heimatland Brandenburg durch die aktuellen Umverteilungspläne mindestens die Hälfte seiner EU-Fördergelder verlieren könnte.

Über die Haushaltsfragen hinaus hat er wiederholt auf die wachsende Zusammenarbeit zwischen konservativen und rechtsextremen Fraktionen im Parlament hingewiesen. Diese Bündnisse, so seine Argumentation, könnten zu einem "europäischen Vorbild" werden, das später auch die deutsche Politik prägen könnte. Die Bekämpfung dieses Trends bleibt eine seiner zentralen Prioritäten – neben der Stärkung der linken Zusammenarbeit in den Mitgliedstaaten.

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Günthers Amtszeit ist bisher geprägt von Klimaschutzengagement und dem Bemühen, rechtsextreme Vorstöße in der EU-Politik zu blockieren. Seine Änderungen am Wettbewerbsfähigkeitsfonds zielen darauf ab, Umweltförderungen zu sichern, während seine Warnungen vor Kürzungen die Risiken für Regionen wie Brandenburg unterstreichen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie seine Vorschläge sowohl die Haushaltsverhandlungen als auch die weitere politische Landschaft beeinflussen werden.

Quelle