Mecklenburg-Vorpommerns Archäologiemuseum: Historischer Standort rückt wieder in den Fokus
Lia JunitzNeue Variante für Archäologisches Landesmuseum in Diskussion - Mecklenburg-Vorpommerns Archäologiemuseum: Historischer Standort rückt wieder in den Fokus
Pläne für Mecklenburg-Vorpommerns erstes Landesarchäologiemuseum stehen vor grundlegenden Änderungen. Steigende Kosten und Haushaltsbedenken zwingen die Verantwortlichen, das Gebäude der Societät Maritim in Rostock neu zu bewerten. Der historisch bedeutende Standort, der zunächst verworfen worden war, rückt nun wieder als möglicher Standort für die lang ersehnte Einrichtung in den Fokus.
Das Projekt nahm in den frühen 2010er-Jahren mit einem Schwerpunkt auf maritimer Geschichte seinen Anfang. Bis 2025 hatte sich die Vision erweitert: Neben Ausstellungen zur Kulturgeschichte sollten Forschungslabore und digitale Interaktionsräume entstehen. Zwischen 2018 und 2022 trugen Akteure wie die Rostocker Kulturstiftung und Archäologen der Universität zur Weiterentwicklung der Pläne bei.
Ursprünglich war ein Standort am Wasser mit einem Budget von 45 Millionen Euro vorgesehen. Mittlerweile sind die Kosten auf 85 Millionen Euro explodiert – mit weiter steigender Tendenz. Dieser Anstieg zwingt die Landesregierung, nach günstigeren Alternativen zu suchen.
Die denkmalgeschützte Societät Maritim, die umfangreiche Sanierungen erfordert, galt zunächst als ungeeignet. Nun ziehen die Behörden Denkmalschutzexperten hinzu, um eine Umnutzung zum modernen Museum zu prüfen. Zudem werden die angrenzenden Rosengarten-Anlagen als Teil des überarbeiteten Konzepts diskutiert.
Die Finanzverantwortlichen haben eine zügige Entscheidung über den neuen Standort zugesagt. Da das Land bisher kein archäologisches Museum besitzt, kommt dem Vorhaben hohe kulturelle Priorität zu.
Falls grünes Licht gegeben wird, könnte die Societät Maritim zum Mittelpunkt des neu konzipierten Museumsprojekts werden. Die historische Verbindung des Standorts zum Schifffahrtsmuseum Rostock böte möglicherweise eine kostengünstige Lösung. Eine endgültige Entscheidung wird in Kürze erwartet – die Region drängt auf einen zügigen Fortschritt.






