20 April 2026, 14:28

Medienbranche im Umbruch: Zwei Großdeals erschüttern die Zeitungslandschaft

Titelblatt einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939, betitelt "Weitpreubliche Zeitung", das eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt.

Medienbranche im Umbruch: Zwei Großdeals erschüttern die Zeitungslandschaft

Zwei große Zeitungsdeals verändern die deutsche Medienlandschaft

In den vergangenen Wochen haben zwei bedeutende Zeitungsübernahmen die deutsche Medienbranche umgestaltet. Ende Februar übernahm die DuMont-Gruppe die Kölnische Rundschau vom Heinen Verlag. Nur wenige Tage später gab die Rheinische Post bekannt, mehrere westfälische Tageszeitungen samt ihrer Digitalplattformen kaufen zu wollen.

Anfang März konkretisierte die Rheinische Post ihr Übernahmeangebot. Sollte der Deal genehmigt werden, würde sie zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen aufsteigen. Die Transaktion folgt auf den bereits Ende Februar abgeschlossenen Kauf der Kölnische Rundschau durch DuMont.

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Beide Geschäfte unterstreichen einen wachsenden Trend: Immer mehr kleine, unabhängige Verlage werden von großen Medienkonzernen übernommen. Allerdings hat das Bundeskartellamt bei der Prüfung solcher Fusionen nur begrenzte Spielräume. Seine Bewertung beschränkt sich allein auf den Wettbewerb in den Leser- und Werbemärkten. Die Auswirkungen auf die journalistische Vielfalt oder die redaktionelle Unabhängigkeit fallen nicht in seinen Zuständigkeitsbereich.

Der Deal der Rheinische Post steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung. Nach Abschluss würde er die Medienkonzentration in der Region weiter vorantreiben. Da das Kartellamt nur enge Prüfkriterien anlegt, werden weitergehende Bedenken hinsichtlich der Meinungsvielfalt bei der Entscheidung keine Rolle spielen.

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