25 March 2026, 02:19

Merz setzt Koalition unter Druck: Steuerentscheidungen bis zur Sommerpause

Plakat mit fettgedrucktem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rand eingerahmt ist und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch mehr für Wohlhabende und große Unternehmen."

Merz setzt Koalition unter Druck: Steuerentscheidungen bis zur Sommerpause

Bundeskanzler Friedrich Merz hat seiner Koalitionsregierung eine enge Frist für zentrale Steuerentscheidungen gesetzt. Wie er kürzlich betonte, müssten die wichtigsten Weichenstellungen zwischen Ostern und der Sommerpause finalisiert werden. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Debatten über Steuerentlastungen und mögliche Änderungen der Mehrwertsteuer an Fahrt aufnehmen.

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Merz räumte ein, dass Fortschritte in der zweiten Hälfte einer Legislaturperiode oft ins Stocken geraten. Da bis Jahresende bereits die Hälfte der Amtszeit verstrichen sein wird, drängt er nun auf zügige Beschlüsse in der Finanzpolitik. Der Kanzler schloss breite Steuererhöhungen kategorisch aus und hält damit am ursprünglichen Koalitionsvertrag fest. Dieser sah Steuerentlastungen statt zusätzliche Belastungen für die Haushalte vor. Dennoch wird derzeit eine Anhebung des regulären Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 21 Prozent diskutiert – ein Schritt, der das explizite Wahlkampfversprechen von CDU und CSU brechen würde, auf solche Erhöhungen zu verzichten.

Um die Auswirkungen auf Geringverdiener abzufedern, erwägt die Regierung eine Senkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf 4 oder sogar 0 Prozent. Merz zeigt sich zurückhaltend, aber offen für solche Anpassungen und verwies darauf, dass auch Sozialabgaben modifiziert werden könnten, um gezielt bestimmte Einkommensgruppen zu entlasten.

Sein Fokus liegt nun auf den anstehenden Vorschlägen des Finanzministers, die voraussichtlich zielgerichtete Einkommensteuerentlastungen für bestimmte Einkommensgruppen vorsehen. Die vom Kanzler gesetzte Frist vor dem Sommer unterstreicht die Dringlichkeit, auch wenn noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen sind.

Die nächsten Schritte der Regierung werden zeigen, ob es zu einer Erhöhung der Mehrwertsteuer oder zu alternativen Entlastungsmaßnahmen kommt. Jede Änderung bei den Sozialabgaben oder den Einkommensteuertarifen würde die Haushaltskassen der Bürger direkt berühren. Angesichts der fortschreitenden Legislaturperiode bleibt der Koalition nur ein schmales Zeitfenster, um ihre Steuerversprechen einzulösen.

Quelle