Mobbing-Vorwürfe gegen NRW-Bauministerin Scharrenbach erschüttern ihr Ministerium
Wilhelm RoskothScharrenbach bietet Mitarbeitern nach Vorwürfen Gespräche an - Mobbing-Vorwürfe gegen NRW-Bauministerin Scharrenbach erschüttern ihr Ministerium
Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach sieht sich mit schweren Vorwürfen wegen ihres Führungsstils konfrontiert. Vor der Bundestagswahl 2025 waren Berichte über Mobbing und ein toxisches Arbeitsklima in ihrem Ministerium aufgetaucht, was interne Überprüfungen und Gespräche mit betroffenen Mitarbeitenden auslöste.
Die Ministerin hat inzwischen eingeräumt, in ihrer Amtsführung Fehler gemacht zu haben, und bot betroffenen Beschäftigten persönliche Gespräche an.
Die Probleme wurden erstmals bekannt, als ein Personalvertreter im Januar 2025 den Chef der Staatskanzlei alarmierte. Dokumente, darunter ein internes Memo, beschrieben die Stimmung in Scharrenbachs Ministerium als von "Angst und Einschüchterung" geprägt. Diese Berichte lagen monatelang bei Nathanael Liminski, dem Leiter der Staatskanzlei, ohne dass zunächst Konsequenzen gezogen wurden.
Weitere Fragen warfen Umstrukturierungen in der Abteilung für digitale Verwaltung zu Beginn der Legislaturperiode auf. Es folgten Gespräche mit Scharrenbach und Staatssekretär Daniel Sieveke, bei denen es vor allem um ihren Führungsstil ging. Ein hochrangiger Beamter soll gesagt haben: "Diese Frau hat mich zerstört", was die Schwere der Vorwürfe unterstreicht.
Scharrenbach räumte ein, dass ihr persönlicher Arbeitsstil nicht immer fair mit den Mitarbeitenden umgegangen sei. Sie zeigte sich tief besorgt über die Kritik und deren Auswirkungen auf das Team. Seitdem wurden Schritte eingeleitet, um die Probleme zu beheben – darunter gemeinsame Treffen mit Betroffenen und die Einbindung des Personalrats. Bis März 2026 wurden jedoch keine konkreten Veränderungen in der Arbeitskultur des Ministeriums öffentlich bekannt.
Die Ministerin hat sich verpflichtet, die Führungsprozesse in ihrem Ressort zu verbessern. Betroffenen Mitarbeitenden wurden direkte Gespräche angeboten, und strukturelle Reformen sind im Gange. Ob sich die Unternehmenskultur in den kommenden Monaten tatsächlich wandelt, wird sich an den Ergebnissen dieser Maßnahmen zeigen.






