Münchner "Marsch für das Leben" zieht Tausende an – Gegenproteste sorgen für Spannungen
Michael TextorMünchner "Marsch für das Leben" zieht Tausende an – Gegenproteste sorgen für Spannungen
Tausende Menschen gingen am Samstag in München auf die Straße, um am sechsten Marsch für das Leben der Stadt teilzunehmen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich etwa 7.000 Personen, während die Polizei die Zahl auf 4.500 schätzte. Parallel zum Marsch versammelten sich rund 1.500 Gegenprotestierende, um ihren Widerspruch auszudrücken.
Die Kundgebung sollte eine "Kultur des Lebens" fördern und sich gegen Abtreibung aussprechen. Silja Fichtner, Vorsitzende der Organisation Stimme der Ungeborenen, betonte die Bedeutung des Schutzes des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Mehrere römisch-katholische Bischöfe übermittelten zudem Grußbotschaften zur Unterstützung des Marsches.
Für kurze Zeit kam es zu Unterbrechungen, als Gegenprotestierende eine Straße blockierten, wodurch der Marsch etwa 45 Minuten lang zum Stillstand kam. Die Veranstalter deuteten später an, dass die hohe Teilnehmerzahl eine Reaktion auf die wachsenden Forderungen von Abtreibungsrechtsbefürwortern sein könnte.
Der nächste Marsch für das Leben ist bereits für den 19. September geplant, mit Veranstaltungen in Berlin und Köln. Der Münchner Marsch endete mit einer Bestätigung der ablehnenden Haltung der Organisatoren und Teilnehmer gegenüber Abtreibung. Die Gegenprotestierenden blieben präsent und unterstrichen damit die anhaltende Debatte. Weitere Veranstaltungen in anderen deutschen Städten werden noch in diesem Jahr folgen.






