Osterreisen 2024: Bahn bricht alle Rekorde wegen explodierender Spritpreise
Michael TextorOsterreisen 2024: Bahn bricht alle Rekorde wegen explodierender Spritpreise
Osterreisen könnten in diesem Jahr alle Rekorde brechen, da die stark gestiegenen Spritpreise immer mehr Menschen in die Züge treiben. Die Deutsche Bahn verzeichnet einen massiven Anstieg bei den Ticketverkäufen – die Buchungen im Fernverkehr liegen weit über den Erwartungen. Viele Urlauber steigen wegen der explodierenden Kosten für Benzin und Diesel vom Auto auf die Schiene um.
Der Nachfrageboom fällt mit den weiter steigenden Spritpreisen zusammen, die durch den anhaltenden Iran-Konflikt und globale Ölknappheit befeuert werden. Mehr als ein Drittel der Reisenden (36 %) hat die Osterpläne zwar gekürzt, doch wer trotzdem verreist, setzt vermehrt auf die Bahn. Besonders gefragt sind die Strecken Berlin–Köln, Berlin–München und Frankfurt–Köln, wo die Buchungen an den Hauptreise-tagen um zweistellige Prozentzahlen gestiegen sind.
Die Deutsche Bahn reagiert und stockt ab diesem Wochenende das Angebot auf. Zusätzliche Züge werden in beliebte Ziele wie Sylt, den Schwarzwald und den Bodensee eingesetzt. Dennoch wird nicht jede Fahrt reibungslos verlaufen: Baustellen führen zu Einschränkungen, etwa zwischen Baden-Baden und Freiburg, wo Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet wird.
An Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag rechnet die Bahn mit einer Auslastung nahe der Kapazitätsgrenze. Vorstandschefin Evelyn Palla begrüßt die hohe Nachfrage als "positiven Trend hin zur Schiene" in Zeiten hoher Spritkosten.
Wegen des Osterandrangs erhöht die Deutsche Bahn ihre Kapazitäten, auch wenn die genaue Zahl der zusätzlichen Züge auf Strecken wie Berlin–München noch nicht feststeht. Angesichts der weiterhin hohen Spritpreise dürfte die Bahn auch künftig stark nachgefragt sein. Reisende werden aufgefordert, früh zu buchen, um auf stark frequentierten Verbindungen noch Plätze zu sichern.






