Paul Wanner wählt Österreich statt Deutschland für seine Nationalmannschaftskarriere
Ella WeihmannPaul Wanner wählt Österreich statt Deutschland für seine Nationalmannschaftskarriere
Paul Wanner hat sich entschieden, auf internationaler Ebene für Österreich aufzulaufen, und damit eine Nominierung durch Deutschland abgelehnt. Der 18-jährige Mittelfeldspieler, der in der Nähe der österreichischen Grenze aufwuchs, traf seine Entscheidung nach Gesprächen mit Ralf Rangnick, dem aktuellen Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft. Seine Familie – insbesondere seine österreichischen Großeltern – begrüßte die Wahl mit großem Stolz.
Wanner wurde in Dornbirn als Sohn einer Vorarlbergerin und eines deutschen Vaters geboren und verbrachte einen Großteil seiner Kindheit in Amtzell in Oberschwaben, direkt jenseits der österreichischen Grenze. Mit 13 Jahren verließ er Ravensburg, um in die Jugendakademie des FC Bayern München einzutreten. Jahre später wurde sein Talent von beiden Nationalverbänden entdeckt.
Im November 2022 plante Julian Nagelsmann, Wanner in den Kader der deutschen A-Nationalmannschaft zu berufen. Stattdessen entschied sich der Mittelfeldspieler kurz darauf für Österreich. Rangnick spielte dabei eine Schlüsselrolle, doch Wanner betonte, dass die Weltmeisterschaft nicht der einzige ausschlaggebende Faktor gewesen sei.
Nun Teil von Rangnicks Mannschaft, agiert Wanner als vielseitiger zentraler Mittelfeldspieler. Er bevorzugt die klassische Rolle der "Zehn", bringt kreatives Spiel in Österreichs Mittelfeld ein und ergänzt dabei Spieler wie Carney Chukwuemeka. Seine Positionierung verleiht dem Team zusätzliche Tiefe und ergänzt die Qualitäten von Christoph Baumgartner und Marcel Sabitzer, ohne in direkte Konkurrenz zu ihnen zu treten.
Wanner äußerte die Hoffnung, dass Rangnick auch über die Weltmeisterschaft hinaus Teamchef bleiben werde – ein Zeichen für sein langfristiges Engagement für die österreichische Mannschaft.
Wanners Wechsel stärkt die Mittelfeldoptionen Österreichs und spiegelt seine persönliche Verbindung zum Land wider. Sein kreatives Spielmacher-Talent und seine Flexibilität bieten Rangnick mehr taktische Möglichkeiten. Die Entscheidung unterstreicht zudem, welchen Einfluss familiäre Bindungen und das Verhältnis zu Trainern im internationalen Fußball haben können.






