Politiker fordern rasche Lösungen nach Streichung der Tomahawk-Raketen
Michael TextorPolitiker fordern rasche Lösungen nach Streichung der Tomahawk-Raketen
Deutsche Verteidigungspolitiker drängen auf rasches Handeln nach Streichung der Tomahawk-Raketenstationierung
Verteidigungspolitiker aus SPD und Union fordern von Verteidigungsminister Boris Pistorius, die entstehende „Abschreckungslücke“ schnellstmöglich zu schließen. Ihre Forderungen umfassen eine beschleunigte Raketenproduktion und neue strategische Partnerschaften, um die europäische Verteidigung zu stärken.
Siemtje Möller, stellvertretende SPD-Vorsitzende, warnte vor einer wachsenden Verwundbarkeit der europäischen Abschreckungsfähigkeiten. Sie plädierte für einen raschen Ausbau der eigenen Raketenproduktion in Europa, um die Lücke zu füllen, die durch den Verzicht auf die Tomahawk-Pläne entstanden ist. Möller schlug zudem eine Zusammenarbeit mit der Ukraine vor und verwies auf deren FP-5-Flamingo-Marschflugkörper-Technologie als mögliche Lösung.
Thomas Erndl, verteidigungspolitischer Sprecher der CSU, unterstützte den Appell nach Tempo. Er forderte von Pistorius einen „Aktionsplan 2029“, der klare Schritte zur Schaffung einer glaubwürdigen Abschreckung innerhalb der nächsten fünf Jahre aufzeigt. Erndl betonte, Deutschland solle sich nicht nur auf traditionelle Lieferanten verlassen, sondern auch das Potenzial junger heimischer Unternehmen nutzen, um moderne Marschflugkörpersysteme zu entwickeln.
Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich Verteidigungspolitiker aller Parteien einig sind: Es braucht schnelle Alternativen. Sowohl Möller als auch Erndl sind sich darin einig, dass Verzögerungen Europa gefährdet machen – Investitionen und Innovationen seien daher unverzichtbar.
Die Absage der Tomahawk-Stationierung hat einen Wettlauf um die Schließung der Lücke in der europäischen Sicherheitsstrategie ausgelöst. Die Abgeordneten erwarten nun von Pistorius konkrete Pläne – sei es durch Kooperationen mit der Ukraine oder die Förderung deutscher Start-ups. Ohne zügiges Handeln, so ihre Warnung, drohe der Kontinent bei der Sicherheit den Anschluss zu verlieren.






