21 June 2026, 02:20

"Radikale Freundlichkeit": Sollten Österreicher ihre Schimpfwörter gegen Dankbarkeit tauschen?

Der Karotte ohne den Stock: Klaus Eckel über radikale Freundlichkeit

"Radikale Freundlichkeit": Sollten Österreicher ihre Schimpfwörter gegen Dankbarkeit tauschen?

Ein neues Buch mit dem Titel *„Radikale Freundlichkeit“ löst in Österreich eine Debatte aus. Manche fordern ein Verbot, andere begrüßen seine Botschaft, Frustration mit Wärme zu begegnen. Die Autorin schlägt vor, Wut durch Dankbarkeit und Selbstmitgefühl zu ersetzen.**

In Österreich gilt Fluchen als Kraftquelle, ja fast als eine Form des Yoga. Die Einheimischen kennen über 50 Wörter für „Idiot“, darunter „Dodel“, „Wappler“ oder „Vollkoffer“. Doch die Autorin rät, auf solche Ärgernisse stattdessen mit Freundlichkeit zu reagieren.

Das Buch empfiehlt sogar, Menschen für kleine Unannehmlichkeiten zu danken. Bei Selbstkritik will die Schriftstellerin harte Worte durch den Begriff „kognitiver Minimalist“ ersetzen. Selbst langsame Fahrer auf der Südautobahn empfinden Österreicher demnach als belebend – nicht als wütendmachend.

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Zum Vergleich: Isländer haben über 50 Wörter für Schnee. Diese sprachliche Vielfalt zeigt, wie unterschiedlich Kulturen mit Frustration und Beobachtungen umgehen. Die Ideen des Buches stellen gängige Reaktionen auf Ärger infrage. Vielleicht testen die Österreicher bald, ob Freundlichkeit ihre farbenfrohen Schimpfwörter ersetzen kann. Der Ansatz der Autorin bietet eine praktische, wenn auch ungewöhnliche Alternative zu Wut.

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