10 April 2026, 14:25

Rapsglanzkäfer bedroht die Ernte 2026 – wann lohnt sich die Bekämpfung?

Ein roter und schwarzer Blasenkäfer auf einer weißen Margerite mit grünen Pflanzen im Hintergrund.

Rapsglanzkäfer bedroht die Ernte 2026 – wann lohnt sich die Bekämpfung?

Rapsbestände gedeihen im Frühling 2026 prächtig – doch der Rapsglanzkäfer droht die Ernte zu gefährden

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In vielen Regionen entwickeln sich die Winterrapsbestände im Frühjahr 2026 hervorragend: Die Pflanzen strecken sich bereits, und der Hauptblütenstand ist deutlich erkennbar. Doch in dieser Saison stellt der Rapsglanzkäfer eine ernste Bedrohung für die Erträge dar. Landwirte sollten ihre Felder daher sorgfältig begutachten, bevor sie über Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung entscheiden.

Nicht jeder Befall mit Rapsglanzkäfern erfordert den Einsatz von Insektiziden. Fachleute raten dazu, dass sich eine Behandlung nur dann lohnt, wenn vor der Blüte mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe nachgewiesen werden. Gelbtafeln, die oft zur Überwachung genutzt werden, eignen sich jedoch nicht als verlässliche Grundlage für Spritzentscheidungen.

Landwirte sollten stattdessen mehrere Feldkontrollen durchführen und die Käfer entlang einer Transektlinie zählen, um präzise Daten zu sammeln. Falls sowohl Rapsstängelrüssler als auch Rapsglanzkäfer behandlungswürdige Populationen erreichen, kann Trebon 30 EC eingesetzt werden – allerdings erst nach Beendigung der täglichen Bienenflugaktivität.

Für eine bienenfreundlichere Alternative stehen tau-fluvalinhaltige Produkte wie Mavrik Vita oder Evure zur Verfügung, die selbst nach dem Entwicklungsstadium BBCH 59 angewendet werden dürfen. Zwischen BBCH 51 und 59 kommen zudem acetamipridbasierte Mittel wie Mospilan SG oder Danjiri infrage, wobei die Vorschriften (VV 553) den Einsatz mit Netzmitteln verbieten.

In vielen Fällen spart der vollständige Verzicht auf Insektizide nicht nur Kosten, sondern schont auch die Umwelt – ohne die Gesundheit der Kultur zu beeinträchtigen. Eine präzise Feldbeobachtung bleibt der beste Weg, um zu entscheiden, ob eine Behandlung überhaupt notwendig ist. Durch die Einhaltung der Schwellenwerte für Käferbefall und bienenschonender Spritzzeiten können Landwirte ihre Erträge sichern und gleichzeitig unnötigen Chemikalieneinsatz vermeiden. Der richtige Ansatz vereint Ertragssicherheit mit ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen.

Quelle