21 April 2026, 06:20

Rechtswissenschaftler fordert Reform: Schwarzfahren soll weniger hart bestraft werden

Plakat wirbt für Bergbahn, Deutschland als elektrischen Stadt, zeigt Bilder von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibenden Text.

Rechtswissenschaftler fordert Reform: Schwarzfahren soll weniger hart bestraft werden

Der Rechtswissenschaftler Helmut Frister fordert eine Reform der deutschen Gesetze zum Schwarzfahren. Er hält die aktuellen Strafen für zu hart, insbesondere bei geringfügigen Verstößen. Seine Vorschläge zielen darauf ab, die Justiz zu entlasten, ohne schwere Fälle straffrei zu stellen.

Frister ist der Ansicht, dass nur wirklich verwerfliches Verhalten strafrechtlich verfolgt werden sollte. Einfaches Schwarzfahren – etwa wenn keine Sperren überwunden werden – sieht er nicht als moralisch verwerflich an. Stattdessen bewertet er es als zivilrechtliche Angelegenheit, einen Vertragsbruch und kein Verbrechen.

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2024 betraf jeder achte gemeldete Fall von Schwarzfahren den Fernverkehr. Dennoch lehnt Frister eine vollständige Streichung des § 265a StGB für diese Fälle ab. Auch eine Herabstufung zu einer Ordnungswidrigkeit lehnt er ab, da dies weiterhin zu Haftstrafen führen könnte.

Sein Hauptanliegen ist die Überlastung der Gerichte. Derzeit resultiert jede vierte Ersatzfreiheitsstrafe in Deutschland aus Schwarzfahren. Um dies zu ändern, schlägt Frister eine Gesetzesänderung vor, die unnötige Verfahren reduziert.

Fristers Vorschläge konzentrieren sich darauf, den Stau in den Gerichten abzubauen, während schwere Verstöße weiterhin geahndet werden. Sein Ansatz würde geringfügiges Schwarzfahren als zivilrechtliches, nicht als strafrechtliches Problem behandeln. Die Reform könnte die Art und Weise, wie Deutschland mit Verkehrsverstößen umgeht, grundlegend verändern.

Quelle