Sechs Menschen nach illegaler Einreise über Belarus-Route festgenommen
Lia JunitzSechs Menschen nach illegaler Einreise über Belarus-Route festgenommen
Behörden in Plöwen haben nach einem Hinweis aus der Bevölkerung sechs Personen vorläufig festgenommen. Bei der Gruppe handelte es sich um vier somalische Staatsangehörige im Alter von 16 bis 25 Jahren, ein 14-jähriges Mädchen aus Somalia sowie einen 26-jährigen Algerier. Keiner von ihnen besaß bei der Festnahme gültige Pässe oder Aufenthaltstitel.
Die Festgenommenen wurden zur Bundespolizeidirektion Pasewalk gebracht, wo sie später einräumten, über die sogenannte Belarus-Route illegal nach Deutschland eingereist zu sein.
Die erwachsenen Personen wurden nach der Bearbeitung in eine Erstaufnahmeeinrichtung verlegt. Die Minderjährigen hingegen wurden dem örtlichen Jugendamt übergeben. Die vier somalischen Staatsangehörigen haben inzwischen Asyl beantragt.
Der algerische Mann wird Deutschland jedoch nicht bleiben. Die Behörden haben seine Rückführung nach Polen organisiert; die Überstellung ist noch für heute vorgesehen.
Allein in diesem Jahr sind rund 16.000 Menschen über die polnische Grenze nach Deutschland gelangt, wobei etwa ein Drittel den Weg über Belarus nahm. Für 2025 verzeichnen die Behörden im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang solcher Grenzübertritte um 25 Prozent.
Die Festnahme unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Einreisen über die Belarus-Route einzudämmen. Die Fälle der Gruppe werden nun getrennt weiterverfolgt: Während die Somalier Asylanträge stellen, steht dem Algerier die umgehende Abschiebung bevor. Das Jugendamt bleibt für die Betreuung des minderjährigen Mädchens zuständig.






