Sieben Bundesländer fordern Rettungspaket für die kriselnde Chemieindustrie
Ella WeihmannSieben Bundesländer fordern Rettungspaket für die kriselnde Chemieindustrie
Sieben deutsche Bundesländer haben die Bundesregierung aufgefordert, schnell zu handeln, um die angeschlagene chemische Industrie zu unterstützen. Sie warnen, dass der Sektor ohne sofortige Entlastungen schwere Schäden und flächendeckende Arbeitsplatzverluste erleiden werde.
Die Länder kritisierten die "Chemie-Agenda 2045" der Bundesregierung, da sie zentrale Herausforderungen der Branche nicht angehe. Gefordert werden dringende Maßnahmen, darunter wettbewerbsfähige Strom- und Gaspreise, um die Zukunftsfähigkeit des Sektors zu sichern.
Zu den konkreten Forderungen gehört ein Moratorium für die Umsetzung der Industrieemissionsrichtlinie (IED), bis Brüssel regulatorische Erleichterungen bewilligt. Zudem sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden, um Verzögerungen zu vermeiden. Ein weiterer Punkt ist die Verlängerung der kostenlosen Zuteilung von Emissionszertifikaten auf dem Niveau von 2025, um die finanzielle Belastung zu verringern.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne betonte, dass der chemischen Industrie in Deutschland die Zeit davonläuft. Ohne rasches Handeln drohe der Verlust des Standorts als Wirtschaftsstandort. Die Länder erklärten, sie würden weiterhin an praktikablen Lösungen für die Branche arbeiten.
Die Vorschläge zielen darauf ab, die chemische Industrie durch geringere Kosten und weniger Bürokratie zu stabilisieren. Bei Umsetzung könnten sie weitere Stellenstreichungen verhindern und Deutschlands Position auf dem Weltmarkt stärken. Die Bundesregierung hat sich zu den Forderungen der Länder bisher noch nicht geäußert.






