Spritpreise in Sachsen-Anhalt sinken auf Vorkrisenniveau – doch Entlastung bleibt umstritten
Ella WeihmannSpritpreise in Sachsen-Anhalt sinken auf Vorkrisenniveau – doch Entlastung bleibt umstritten
Spritpreise in Sachsen-Anhalt auf Vorkrisenniveau gesunken
In Sachsen-Anhalt sind die Kraftstoffpreise wieder auf das Niveau vor dem Konflikt zurückgegangen: Ein Liter Superbenzin kostet etwa 1,80 Euro, Diesel liegt bei rund 1,70 Euro. Die vorübergehende Senkung der Energiesteuer, die als Entlastung bei den gestiegenen Kosten eingeführt worden war, läuft planmäßig am 30. Juni aus.
Im Mai und Juni hatte die Bundesregierung die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 17 Cent pro Liter gesenkt. Mit dieser Maßnahme sollte der Preisanstieg abgefedert werden, der durch den Iran-Konflikt ausgelöst worden war. Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann verteidigte nun die Entscheidung, die Subvention auslaufen zu lassen – mit Verweis auf den jüngsten Preisrückgang.
Willingmann kritisierte zugleich, dass die Bundesregierung während der Krise keine schärferen Übergewinnsteuern für die großen Ölkonzerne verhängt habe. Er warnte, die geopolitischen Spannungen zwischen dem Iran und den USA seien weiterhin ungelöst, die Lage bleibe instabil. Zudem forderte er weitere Entlastungen für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen, etwa durch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel.
Unabhängig davon kündigte die Bundesregierung Pläne für eine Reform der Einkommensteuer an, um die Belastung für Gering- und Mittelverdiener zu verringern. Die Änderungen sollen zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.
Der Tankrabatt endet wie vorgesehen – eine Verlängerung ist nicht in Sicht. Zwar haben sich die Spritpreise stabilisiert, doch die Forderungen nach umfassenderen finanziellen Hilfen bleiben bestehen. Die Steuerreform 2027 könnte langfristig Entlastung für betroffene Haushalte bringen.
