04 May 2026, 18:28

Tempo-50-Zone schützt Feuersalamander auf Niedersachsens Landstraße L629

Plakat mit drei Arten von Salamandern in einer Wasser- und Pflanzenumgebung mit Text unten.

Tempo-50-Zone schützt Feuersalamander auf Niedersachsens Landstraße L629

Tempo-50-Zone zum Schutz von Amphibien: Neue Regelung auf Landstraße in Niedersachsen

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Auf einer Landstraße in Niedersachsen wird demnächst eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h eingeführt, um heimische Amphibien zu schützen. Betroffen ist die L629 zwischen Erkerode und Tetzelstein im Elm-Wald, wo Feuersalamander und andere Arten zunehmend durch den Straßenverkehr gefährdet sind. Die Beschränkung gilt von Mitte Mai bis Ende September – in den Monaten, in denen die Tiere besonders verletzlich sind.

Feuersalamander sind eine auffällige Art, erkennbar an ihrem markanten schwarz-gelben oder schwarz-orangen Muster. Jedes Tier trägt ein einzigartiges Zeichnungsmuster, wodurch es in seinem natürlichen Lebensraum, den feuchten Wäldern mit Bächen und Quellen, leicht zu identifizieren ist. Die Amphibien bevorzugen feuchte, bewaldete Gebiete und verstecken sich oft unter Totholz, Steinen oder in Felsspalten.

Ihre Paarungszeit beginnt bereits im frühen März und dauert bis Mai, wobei die Larvenentwicklung bis September andauert. In dieser Phase sind sie besonders gefährdet. Der Straßenverkehr stellt eine der größten Bedrohungen dar – vor allem im Sommer und nach langen Trockenperioden. Fahrzeuge verursachen nicht nur direkte Todesfälle, sondern erzeugen auch Druckwellen, die für die Salamander tödlich enden können.

Doch der Verkehr ist nicht das einzige Risiko: Lebensraumzerstörung und die Salamanderpest – eine tödliche Pilzkrankheit – haben die Bestände in ganz Europa dezimiert. Im Elm-Wald kommt der Population der Feuersalamander landesweite Bedeutung zu, was die Schutzmaßnahmen umso dringlicher macht. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll zudem anderen Amphibien wie dem Kammmolch und dem Springfrosch zugutekommen, die dieselben Wanderrouten nutzen.

Bei Gefahr sondern Feuersalamander ein Hautgift ab, das beim Menschen Hautreizungen auslösen kann. Die Behörden raten davon ab, die Tiere anzufassen, da das Sekret ihr wichtigstes Abwehrmittel ist.

Die neue Tempolimit-Regelung bleibt bis Ende September in Kraft und deckt damit die Hochphase der Amphibienaktivität ab. Durch die reduzierte Geschwindigkeit sollen Wildunfälle verringert und gefährdete Arten geschützt werden. Die Feuersalamander-Population im Elm-Wald sowie andere Amphibien profitieren so von sichereren Wanderbedingungen in den kritischen Monaten.

Quelle