Thüringen investiert 2,5 Milliarden Euro in überfällige Infrastrukturprojekte bis 2036
Wilhelm RoskothWolf: "Geschwindigkeit zahlt sich bei Investitionen aus" - Thüringen investiert 2,5 Milliarden Euro in überfällige Infrastrukturprojekte bis 2036
Thüringen erhält in den nächsten zwölf Jahren 2,5 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen der Bundesregierung. Der Freistaat plant, in diesem und im kommenden Jahr 633 Millionen Euro zu investieren – gezielt in Projekte, die seit Langem unter Finanzierungsengpässen leiden. Die Verantwortlichen wollen die Entwicklung beschleunigen, indem sie Vorhaben priorisieren, die bereits in der Planungsphase sind.
Die Mittel sollen dazu dienen, Rückstände in zentralen Bereichen abzubauen und so die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen im Land zu verbessern. Unter den geförderten Projekten sind 10 Millionen Euro für die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorgesehen, während 8 Millionen Euro in niederflurige ÖPNV-Fahrzeuge fließen. Weitere 16 Millionen Euro sind für den Bau und die Sanierung des Landesrechenzentrums reserviert.
Finanzministerin Katja Wolf betonte die Dringlichkeit zügiger Maßnahmen und verwies auf globale Spannungen wie den Konflikt im Iran als Grund für schnelle Investitionen. Über diese Sofortmaßnahmen hinaus startet Thüringen ein separates Programm in Höhe von einer Milliarde Euro für die Kommunen, das bis 2029 läuft. Zusätzlich wurden 75 Millionen Euro für Strukturreformen im Landeskrankenhaussystem bereitgestellt.
Die Bundesförderung ermöglicht es Thüringen, erstmals seit Jahren wieder über zwei Milliarden Euro jährlich zu investieren. Die Gelder fließen in verschiedene Bereiche, darunter innere Sicherheit, Digitalisierung, Energie, Bildung und Forschung. Anders als andere Bundesländer setzt Thüringen gezielt auf Projekte, die sonst kaum Finanzierung erhalten würden.
Die Investitionen sollen langjährige Lücken in der Infrastruktur und bei öffentlichen Dienstleistungen schließen. Mit den 633 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre rechnet der Freistaat mit schnelleren Fortschritten in zentralen Handlungsfeldern. Das zusätzliche Milliardenprogramm für die Kommunen wird die Unterstützung bis 2029 weiter ausbauen.






