19 March 2026, 14:30

VfB Lübeck sperrt eigene Fans nach gewalttätigen Ausschreitungen aus

Schwarze und weiße Illustration einer gewalttätigen Straßenkampfszene unter einer Gruppe von Männern, mit einem Gebäude im Hintergrund und der Beschriftung "Victorian riots in London, England" unten.

VfB Lübeck verbietet Fans nach Ausschreitungen - VfB Lübeck sperrt eigene Fans nach gewalttätigen Ausschreitungen aus

VfB Lübeck verbietet eigenen Fans die Auswärtsfahrt zum Spiel in Schöningen

Der Verein hat seinen Anhängern die Teilnahme am Auswärtsspiel gegen den FSV Schöningen am Freitag untersagt. Die Entscheidung fällt nach gewalttätigen Auseinandersetzungen, die sich nach der 0:2-Heimniederlage gegen Hamburger SV II in der vergangenen Woche ereignet hatten. Die Klubführung verurteilte die Ausschreitungen scharf und betonte, dass jede Form von Gewalt abgelehnt werde.

Nach der Niederlage Lübecks waren mehr als 50 Personen in eine Schlägerei vor dem Stadion verwickelt gewesen. Sechs Menschen erlitten dabei leichte Verletzungen. Als Reaktion empfahl der VfB dem FSV Schöningen, keine Gästefans zum anstehenden Spiel zuzulassen – die Gastgeber stimmten zu.

Im Elmstadion wird es nun keinen separaten Gästebereich geben, und es werden am Spieltag auch keine Tickets verkauft. Fans, die bereits Karten erworben haben, können diese in der VfB-Geschäftsstelle zurückgeben. Die Behörden warnten davor, dass eine Anreise nach Schöningen zwecklos sei.

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Der Vorfall reiht sich in eine Serie von fanbezogener Gewalt in der Regionalliga Nord der letzten fünf Jahre ein. Die Polizei ging bereits in Fällen wie SV Meppen gegen SC Victoria Gießen oder VfB Oldenburg gegen Blau-Weiß 90 Bremen gegen die Ausschreitungen vor, was zu Festnahmen, Geldstrafen von bis zu 500 Euro und Stadionverboten führte. Einige Vereine wie der 1. FC Phönix Lübeck verhängten nach Vorfällen sogar 20-jährige Sperren, während andere – darunter Eintracht Braunschweig – 2025 rund 100.000 Euro in Fanprojekte und Jugendarbeit investierten.

Mit dem Schritt, Auswärtsfans den Zutritt zu verwehren, will der VfB Lübeck weitere Unruhen verhindern. Der Klub machte deutlich, dass Gewalt nicht toleriert werde, und stellt sich damit in Einklang mit den leagueweiten Bemühungen, Fanausschreitungen einzudämmen. Für bereits gekaufte Tickets werden in der Vereinsgeschäftsstelle Erstattungen angeboten.

Quelle