Vom Krieg in die Pole-Dance-Szene: Wie eine Ukrainerin in Koblenz Vorurteile bricht
Michael TextorVom Krieg in die Pole-Dance-Szene: Wie eine Ukrainerin in Koblenz Vorurteile bricht
Tatiana Ostrovska leitet heute das Polefamily-Studio in Koblenz. Nach Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 zog sie nach Deutschland. Ihr Ziel ist es, die sportliche Seite des Pole Dance in ihrer neuen Heimat bekannt zu machen.
Ursprünglich betrieb Ostrovska eine große Pole-Dance-Schule in Odessa. Als ausgebildete Physiotherapeutin verband sie ihr Fachwissen mit ihrer Leidenschaft für diesen Sport. In der Ukraine gilt Pole Dance bereits als anspruchsvolle sportliche Disziplin.
Nach ihrem Umzug nach Koblenz übernahm sie 2024 das Polefamily-Studio. Hier trainieren Menschen jeden Alters – von einer fünfjährigen Schülerin über Jugendliche und Erwachsene bis hin zu Männern. Neben dem regulären Training werden auch besondere Anlässe wie Junggesellinnenabschiede angeboten.
Oft sieht sich Ostrovska mit Vorurteilen gegenüber Pole Dance konfrontiert, denen sie mit Humor begegnet. Für sie bieten diese Klischees die Chance für aufklärende Gespräche. Aktuell plant sie einen eigenen Bereich für Luftakrobatik, um ihr Angebot zu erweitern.
Entschlossen will Ostrovska das Bild von Pole Dance in Koblenz verändern. Ihr Studio steht Menschen aller Altersgruppen und Geschlechter offen. Mit dem neuen Luftakrobatik-Bereich wird sie die körperlichen Anforderungen dieser Sportart noch stärker in den Vordergrund stellen.
