Wagenknechts BSW fordert AfD-Chefin Weidel zu TV-Duellen vor Ost-Wahlen heraus
Michael TextorWagenknechts BSW fordert AfD-Chefin Weidel zu TV-Duellen vor Ost-Wahlen heraus
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat die politische Brandmauer gegen die rechtspopulistische AfD infrage gestellt und deren Vorsitzende Alice Weidel zu zwei öffentlichen Debatten vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland herausgefordert. Die erste Diskussion soll in Magdeburg stattfinden, die zweite in Schwerin.
Die BSW schlägt vor, die Debatten auf zentralen Plätzen in den ostdeutschen Bundesländern abzuhalten. Die Partei argumentiert, sowohl die BSW als auch die AfD stünden in der Kritik der etablierten Politik – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Wagenknecht selbst hatte wiederholt moniert, dass ihre Partei in den öffentlich-rechtlichen Medien kaum eine Plattform erhält.
Die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern rücken näher: Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt, zwei Wochen später, am 20. September, folgt die Abstimmung in Mecklenburg-Vorpommern.
Die BSW wirbt in beiden Ländern für „parteilose Ministerpräsidenten“, die mit wechselnden Mehrheiten regieren – gegebenenfalls auch mit Unterstützung der AfD. Eine formelle Koalition mit der AfD lehnt die Partei jedoch ab. Stattdessen soll die AfD bei parlamentarischen Entscheidungen einbezogen werden, sofern ihre Stimmen für eine Mehrheit erforderlich sind.
Die geplanten Debatten in Magdeburg und Schwerin finden vor den Landtagswahlen im September statt. Die BSW betont, es gehe ihr um pragmatische Regierungsfähigkeit und nicht um feste Bündnisse. Mit ihren Forderungen drängt die Partei auf eine breitere politische Einbindung – auch der AfD – in Ostdeutschland.
