27 April 2026, 16:26

Wie ein rauer Umgangston eine vielversprechende Führungskarriere gefährdet

Plakat von James G. Blaine, einem US-Präsidentschaftskandidaten, in einem Anzug und Krawatte mit einem ernsten Gesichtsausdruck, betitelt "Der Fehler des Präsidenten", sieht direkt in die Kamera.

Wie ein rauer Umgangston eine vielversprechende Führungskarriere gefährdet

Die vielversprechende Karriere einer Führungskraft stand wegen verborgenen Verhaltensproblemen beinahe vor dem Aus. Trotz exzellenter Qualifikationen und glänzender Referenzen sorgte ihr Führungsstil für Bedenken. Der von dem Düsseldorfer Headhunter Norbert Graschi begleitete Fall zeigt, wie schon kleine zwischenmenschliche Fehler selbst die talentiertesten Kandidaten aus der Bahn werfen können.

Die betroffene Führungskraft verfügte über einen beeindruckenden Lebenslauf und solide berufliche Unterstützung. Doch ihr Umgangston in Gesprächen mit Mitarbeitenden entwickelte sich zu einem ernsthaften Problem. Schließlich schaltete sich der Betriebsrat ein – ein Zeichen für tiefgreifendere Führungsdefizite.

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Solche Schwächen werden zunehmend als entscheidende Karriere-Risiken für ehrgeizige Manager erkannt. Bei Hintergrundprüfungen liegt der Fokus mittlerweile darauf, solche blinden Flecken aufzudecken, insbesondere in den Bereichen Führungskompetenz und Resilienz. Graschis Erfahrungen zeigen: Bewerber für Top-Positionen scheitern in der finalen Runde oft nicht an fachlichen Lücken, sondern an emotionalen oder zwischenmenschlichen Defiziten.

Wie sich herausstellt, entsteht Reputation im Arbeitsalltag – etwa darin, wie mit Kritik umgegangen oder wie mit Mitarbeitenden gesprochen wird. Diese scheinbaren Kleinigkeiten können darüber entscheiden, wer die Karriereleiter hinaufsteigt und wer strauchelt. Selbstreflexion ist für Führungskräfte daher unverzichtbar, um solche Fallstricke zu vermeiden.

Der Fall unterstreicht einen wachsenden Trend: Fachliche Kompetenz allein garantiert keinen Erfolg mehr auf höchster Ebene. Unternehmen prüfen zunehmend, wie Führungskräfte kommunizieren und Beziehungen gestalten. Für Manager kann das Bewusstsein für diese Faktoren den Unterschied zwischen Aufstieg und Rückschlag bedeuten.

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