IHK Halle-Dessau stellt harte Forderungen für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt
Wilhelm RoskothIHK Halle-Dessau stellt harte Forderungen für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre Forderungen für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt vorgelegt. In einem neu verabschiedeten Positionspapier benennt die Kammer die zentralen Handlungsfelder, in denen die Wirtschaft von der Politik konkrete Maßnahmen erwartet. Das Dokument soll nun als Grundlage für Gespräche mit Parteien, Kandidaten und der Öffentlichkeit im Vorfeld der Wahl dienen.
Die Vorschläge der IHK umfassen die Bekämpfung des Fachkräftemangels, den Abbau von Bürokratie, die Energiepolitik sowie die Verbesserung der Infrastruktur. Unternehmensvertreter argumentieren, dass eine stärkere Unterstützung in diesen Bereichen die regionale Wettbewerbsfähigkeit und das Wirtschaftswachstum fördern werde.
Am 25. März 2026 verabschiedete die IHK Halle-Dessau ihr Wahlpositionspapier. Darin legt sie dar, was lokale Unternehmen von der Landespolitik in der kommenden Legislaturperiode erwarten. Zu den dringendsten Prioritäten zählen die Sicherung von Fachkräften, die Entlastung von bürokratischen Hürden sowie die Modernisierung der Energie- und Verkehrsnetze.
Um den Arbeitskräftemangel zu bewältigen, fordert die IHK eine bessere Ausschöpfung bestehender Potenziale. Dazu gehören strengere Anforderungen an erwerbsfähige Personen, der Ausbau der beruflichen Bildung und der Abbau von Beschäftigungshindernissen. Zudem plädiert die Kammer für mehr Unterstützung bei der Erschließung internationaler Märkte. Offenheit für Handel, diplomatisches Engagement und weniger Exportbarrieren gelten als entscheidend für das Wachstum.
Die Bürokratie bleibt ein zentrales Hindernis für die Wirtschaft. Die IHK verlangt eine umfassende Überprüfung administrativer Aufgaben, klarere gesetzliche Regelungen und spürbare Entlastungen für Unternehmen. In der Energiepolitik setzt sich die Kammer für eine Kombination aus verlässlicher, bezahlbarer Versorgung und neuen Technologien ein. Geplant sind der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur, die Sicherung von Industriestandorten wie Schkopau und die Erforschung von CO₂-Abscheidungstechnologien.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Infrastruktur. Die IHK fordert beschleunigte Planungsverfahren, langfristige Finanzierungskonzepte und dringende Sanierungen von Straßen, Brücken und digitalen Netzen. Die Bewältigung des Investitionsstaus im Verkehrs- und Versorgungssektor wird als unverzichtbar für die zukünftige wirtschaftliche Stabilität bezeichnet.
Das Papier soll nun die Gespräche mit politischen Akteuren im Vorfeld der Wahl 2026 prägen. Zudem plant die IHK eine öffentliche Kampagne, um ihre Ziele in den Bereichen Innovation, Bildung und wirtschaftsfreundliche Politik voranzutreiben.
Das Positionspapier der IHK setzt klare Ziele für die nächste Landesregierung in Sachsen-Anhalt. Die Wirtschaft erwartet Handlungsbereitschaft bei Fachkräftesicherung, Bürokratieabbau, Energiepreisen und maroder Infrastruktur. Die Kammer wird das Dokument nutzen, um vor und nach der Wahl 2026 auf Veränderungen zu drängen.
Bisher haben sich weder Parteien noch Kandidaten zu den Forderungen geäußert. Die IHK wird als nächste Schritte direkte Gespräche mit Politikern führen und eine breite öffentliche Debatte über ihre Vorschläge anstoßen.






