14 April 2026, 00:28

Kik setzt auf Neuanfang: Ulrich Hanfeld wird neuer Vorstandschef im Juni 2026

Innenansicht eines Einkaufszentrums mit Menschen, Geschäften, Infotafeln mit der Aufschrift "Herzlich willkommen", Beleuchtung, Geländern und einem Topf mit einer Pflanze am Boden.

Kik setzt auf Neuanfang: Ulrich Hanfeld wird neuer Vorstandschef im Juni 2026

Kik ernennt Ulrich Hanfeld zum neuen Vorstandsvorsitzenden – Amtsantritt im Juni 2026

Die Bestellung erfolgt nach monatelangen Führungswechseln und Filialschließungen bei dem angeschlagenen Modehändler. Branchenkenner beschreiben Hanfeld als erfahrenen Verkäufer mit fundiertem Sektorwissen.

Seit September 2025 kämpft das Unternehmen mit Instabilität, als der damalige CEO Patrick Zahn nach Konflikten mit dem Eigentümer Tengelmann das Unternehmen verließ. Sein Rücktritt folgte auf die Abgänge des Finanzvorstands Rüdiger Hartmann und des Betriebschefs Dirk Ankenbrand noch im selben Jahr. Christian Kümmer, der erst 4,5 Wochen zuvor von der Tierhandelskette Fressnapf zu Kik gewechselt war, übernahm daraufhin kommissarisch die Geschäftsführung.

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Kik baut derzeit seine Präsenz in Europa ab und plant, bis Ende 2026 rund 300 Filialen zu schließen. Allein in Deutschland werden 135 Standorte dichtmachen, wodurch etwa 2.200 Mitarbeiter betroffen sein werden. Netto verringert sich das Filialnetz des Händlers damit um 225 Standorte. Unterdessen wies Tengelmann-Managerin Jela Götting Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf des Unternehmens zurück.

Hanfeld bringt umfangreiche Einzelhandelserfahrung mit: Fast ein Jahrzehnt arbeitete er für die japanische Tochter des Otto-Konzerns in Tokio, bevor er über sechs Jahre lang NKD führte – einen direkten Konkurrenten von Kik. Seine Berufung markiert einen strategischen Kurswechsel, während das Unternehmen finanzielle Herausforderungen und eine Umstrukturierung bewältigt.

Hanfelds Amtsantritt fällt in eine entscheidende Phase für Kik, das seine Aktivitäten zurückfährt und nach Stabilität strebt. Unter der neuen Führung konzentriert sich der Händler nun auf die Straffung des Geschäfts. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Maßnahmen die Zukunft des Unternehmens sichern können.

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