Kostenloses Online-Portal enthüllt historische Dokumente zu Rechtsextremismus in Deutschland
Wilhelm RoskothKostenloses Online-Portal enthüllt historische Dokumente zu Rechtsextremismus in Deutschland
Neues Online-Portal bietet kostenlosen Zugang zu historischen Dokumenten über rechtsextreme Strömungen in Deutschland
Ein neues digitales Portal ermöglicht ab sofort den kostenfreien Zugang zu historischen Quellen über Rechtsextremismus in Deutschland. Der Zeitrahmen des Projekts umfasst die Jahre 1945 bis 2000 und zielt darauf ab, Forschung, Bildung und das öffentliche Verständnis für radikale rechtsextreme Bewegungen zu fördern. Fachleute haben die Materialien sorgfältig für eine breite Nutzung aufbereitet.
Das unter dem Titel "Die radikale Rechte in Deutschland, 1945–2000" veröffentlichte Portal wurde vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam (MMZ) entwickelt. Die wissenschaftliche Leitung oblag Prof. Dr. Frank Bösch, dem Direktor des ZZF, sowie Prof. Dr. Gideon Botsch vom MMZ. Mehr als 30 Expertinnen und Experten wirkten an der Erschließung, Annotation und Einordnung der Dokumente mit.
Die Sammlung umfasst Propagandatexte, gewaltverherrlichende Aufrufe sowie Materialien, die gezielt an junge Menschen gerichtet waren. Diese Quellen verdeutlichen, wie sich rechtsextreme Strategien über Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt haben. Schulen, Forscherinnen und Forscher sowie Akteure der politischen Bildung können das Portal nun nutzen, um die historischen Wurzeln extremistischer Bewegungen zu untersuchen.
Die Plattform ist unter https://radikale-rechte.de/ für alle zugänglich, die sich vertieft mit diesem Abschnitt der deutschen Geschichte beschäftigen möchten.
Das Portal bietet eine strukturierte Wissensgrundlage zur Analyse des Rechtsextremismus nach 1945. Durch die offene Bereitstellung der Dokumente unterstützt das Projekt Lehrkräfte, Historikerinnen und Historiker sowie die Öffentlichkeit dabei, die Entstehung radikaler Ideologien nachzuvollziehen. Gleichzeitig dienen die Materialien als Instrument zur Extremismusprävention – durch fundierte Aufklärung und Diskussion.






