Kriminalität in Hannover sinkt 2025 auf fast Rekordtief – doch nicht alle Zahlen stimmen optimistisch
Michael TextorWeniger registrierte Straftaten in der Region Hannover - Kriminalität in Hannover sinkt 2025 auf fast Rekordtief – doch nicht alle Zahlen stimmen optimistisch
Kriminalität in der Region Hannover sinkt 2025 deutlich – zweithöchster Rückgang im Jahrzehnt
Die Kriminalität in der Region Hannover ist 2025 stark zurückgegangen: Die registrierten Straftaten erreichten den zweitniedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Wie aus Polizeistatistiken hervorgeht, verzeichnete man einen Rückgang um 6,42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – bei gleichzeitig gestiegener Aufklärungsquote. Zudem zeigen die Daten Veränderungen bei den Tatverdächtigen und den Deliktarten.
Die Gesamtzahl der Straftaten in Hannover sank 2025 auf 103.478 (2024: 110.575), was einem Minus von 6,42 Prozent entspricht und zu den niedrigsten Werten des Jahrzehnts zählt. Auch landesweit in Niedersachsen ging die Kriminalität um 4,28 Prozent zurück und lag bei 6.329 Straftaten pro 100.000 Einwohner – der drittniedrigste Wert in zehn Jahren.
Die Zahl der Tatverdächtigen verringerte sich auf 41.388, während die Opferzahl leicht auf 27.935 anstieg. Rund 75 Prozent der Verdächtigen waren männlich, 81 Prozent 21 Jahre oder älter. Deutsche Staatsbürger stellten mit 57 Prozent die größte Gruppe unter den Beschuldigten.
Ein Rückgang bei häuslicher Gewalt trug zu einer insgesamt verbesserten Sicherheitslage bei. Die Aufklärungsquote der Polizei stieg auf 61,14 Prozent – mehr Fälle wurden damit im Vergleich zu den Vorjahren gelöst.
Die Zahlen für 2025 zeigen: weniger Straftaten, eine höhere Aufklärungsrate und weniger Fälle von häuslicher Gewalt. Mit einem fast zehntiefsten Kriminalitätsniveau sehen die Behörden eine klare Tendenz zu mehr öffentlicher Sicherheit. Ein Vergleich mit anderen Großstädten wie Berlin oder München liegt in den Daten jedoch nicht vor.