NRW-Polizei jagt Social-Media-Influencer bei illegalen Rennvideos und Tuning-Events
Lia JunitzTuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - NRW-Polizei jagt Social-Media-Influencer bei illegalen Rennvideos und Tuning-Events
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen geht verstärkt gegen Social-Media-Influencer vor, die sich beim Rasen filmen und die Videos anschließend online stellen. Solche Beiträge ziehen oft große Menschenmengen zu illegalen Autotreffen an, weshalb die Behörden nun konsequenter gegen Veranstalter und Teilnehmer vorgehen.
Auf Grundlage des öffentlichen Sicherheitsrechts können Beamte nun offizielle Verwarnungen aussprechen oder Influencer von bestimmten Gebieten ausschließen. Zudem überwachen sie Online-Kanäle, um geplante Treffen frühzeitig zu erkennen und Teilnehmer bereits auf dem Weg dorthin abzufangen. Wird ein nicht genehmigtes Tuning- oder Renn-Event gemeldet, leitet die Polizei eine groß angelegte Aktion ein – mit Hubschraubern oder Drohnen werden Beweismaterial gesammelt und die Lage eingeschätzt.
Um grenzüberschreitende Umgehungsversuche zu verhindern, arbeiten die Behörden eng mit den Polizeikräften in den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden zusammen. Trotz dieser Maßnahmen wurden zwischen März 2024 und März 2026 in Nordrhein-Westfalen keine Influencer öffentlich namentlich genannt oder wegen Beteiligung an illegalen Straßenrennen oder Tuning-Events verwarnt. Auch in Medienberichten oder Polizeimeldungen aus diesem Zeitraum gibt es keine dokumentierten Fälle.
Mit dem neuen Vorgehen kann die Polizei effektiver gegen illegale Autotreffen vorgehen. Durch die Überwachung von Online-Aktivitäten und schnelle Einsatzmaßnahmen soll die Zahl unangemeldeter Veranstaltungen reduziert werden. Dennoch sind in den vergangenen zwei Jahren keine offiziellen Schritte gegen Influencer in der Region registriert worden.