31 March 2026, 14:34

Vater-Sohn-Duo gewinnt Wärme aus Duschabwasser – und revolutioniert Energieeffizienz

Große Gruppe von Rohren, Ventilen, Metallstangen und anderen Komponenten auf dem Dach eines Gebäudes mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Vater-Sohn-Duo gewinnt Wärme aus Duschabwasser – und revolutioniert Energieeffizienz

Ein deutsches Start-up sorgt mit einer innovativen Lösung für Energieeffizienz für Aufsehen: Es gewinnt Wärme aus Abwasser von Duschen. Die Unocconi GmbH mit Sitz in Filderstadt wurde von Steffen Nittbaur gegründet, einem 60-jährigen Industrieingenieur, der nach 25 Jahren bei Mercedes-Benz seinen Job kündigte, um sich diesem Projekt zu widmen. Sein Sohn Valentin, 24, stieg nach einer Tätigkeit im Vertrieb von Werkzeugmaschinen ein und bringt einen doppelten Abschluss in Betriebswirtschaft mit.

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Steffen Nittbaur verfügt über einen Master in Umweltwissenschaften, den er im Fernstudium erwarb. Sein Engagement für Nachhaltigkeit führte ihn zur Entwicklung eines Systems, das Wärme aus Abwasser zurückgewinnt – eine Methode, die Wissenschaftler zu einer der effektivsten Energiesparmaßnahmen für Gebäude zählen. Trotz ihrer Effizienz ist die Technologie in Deutschland kaum bekannt, vor allem wegen regulatorischer Hürden, insbesondere der fehlenden Trinkwasserzertifizierung.

In anderen Teilen Europas ist das Konzept bereits etabliert. Die meisten Anlagen zur Wärmerückgewinnung wurden in den Niederlanden installiert, gefolgt von Deutschland, Großbritannien und Dänemark. Nittbaur ist überzeugt, dass dezentrale Wärmerückgewinnung an Bedeutung gewinnen wird, da die Energiepreise weiter steigen.

Valentin Nittbaur, der zunächst im Vertrieb arbeitete, stieg 2025 vollzeitig in das Unternehmen ein. Gemeinsam wollen Vater und Sohn die Technologie vorantreiben und dafür sorgen, dass sie in Neubauten und Sanierungen zum Standard wird.

Das System von Unocconi GmbH bietet eine praktische Möglichkeit, Energieverschwendung in Gebäuden zu reduzieren. Zwar hinkt Deutschland bei der Einführung anderen europäischen Ländern hinterher, doch könnte die Arbeit des Unternehmens dies ändern. Angesichts steigender Energiekosten könnten Lösungen wie diese bald zur Notwendigkeit werden – statt nur eine Option zu bleiben.

Quelle