Anke Engelkes Bahn-Abenteuer: Von der Zugbegleiterin zur umstrittenen Kampagne

Ella Weihmann
Ella Weihmann
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Ein altes Buchdeckblatt mit einer Zugzeichnung, Text 'Reglamento de Conductor' und einem Stempel auf der rechten Seite.Ella Weihmann

Anke Engelkes Bahn-Abenteuer: Von der Zugbegleiterin zur umstrittenen Kampagne

Die Komikerin und Schauspielerin Anke Engelke arbeitete einst im Rahmen einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit für die Deutsche Bahn. Über sechs Monate hinweg durchlief sie verschiedene Tätigkeiten – von der Logistik bis hin zur Zugbegleiterin. Diese Erfahrungen inspirierten später eine humorvolle Webserie über das Leben von Bahnmitarbeitenden.

Engelkes Engagement bei der Deutschen Bahn begann Anfang 2025. Sie absolvierte Schulungen für unterschiedliche Aufgaben, darunter auch den Umgang mit schwierigen Fahrgastsituationen. Ihr journalistischer Hintergrund beim Südwestfunk hatte ihr schon lange die Neugier auf verschiedene Berufe eingegeben, und dieses Projekt ermöglichte ihr, die Eisenbahnbranche aus erster Hand kennenzulernen.

Während ihrer Zeit bei der Bahn stellte sie fest, dass Fahrgäste ihr gegenüber besonders freundlich waren – möglicherweise wegen ihrer Bekanntheit. Aus dieser Erfahrung entstand Tina, die Zugchefinn, eine zehnteilige Webserie, die mit Humor und Selbstironie den Arbeitsalltag von Bahnmitarbeitenden aufgriff. Die Serie war Teil der Boah, Bahn!-Kampagne der Deutschen Bahn, die im Oktober 2025 an den Start ging.

Doch die Kampagne stieß auf massive Kritik. Mit Kosten von über sieben Millionen Euro geriet sie nach dem Tod eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz Anfang 2026 in die Schusslinie. Die öffentliche Empörung führte schließlich zur Einstellung der Kampagne. Stattdessen wurden Forderungen nach besseren Sicherheitsmaßnahmen laut – etwa nach Bodycams und verbesserten Pausenräumen. Engelke, die als häufige Zugreisende stets eine Maske trägt, äußerte sich nicht zu der Kontroverse.

Die Boah, Bahn!-Kampagne endete abrupt, ohne dass sich das Image der Bahn oder die Arbeitsbedingungen spürbar verbessert hätten. Engelkes ursprünglich lockeres Engagement wurde von den größeren Debatten um die Sicherheit im Schienenverkehr überlagert. Der Vorfall unterstrich die anhaltenden Forderungen nach besserem Schutz für die Beschäftigten der Deutschen Bahn.

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