Ärztemangel auf dem Land: Warum Patienten in Deutschland immer länger warten müssen
"Bauchschmerzen" - Wie der Arztmangel in Niedersachsen frustriert - Ärztemangel auf dem Land: Warum Patienten in Deutschland immer länger warten müssen
Ländliche Regionen in Deutschland kämpfen mit einem massiven Ärztemangel, der tausende Patienten ohne ausreichende medizinische Versorgung zurücklässt. Allein in Niedersachsen waren im vergangenen Dezember 447 Hausarztstellen unbesetzt – besonders betroffen ist dabei Ostfriesland. Der Hausarzt Holger Plochg aus Bunde behandelt mittlerweile alle drei Monate rund 3.000 Patienten – ein fünfmal höherer Wert als in früheren Jahren – und verdeutlicht damit die wachsende Belastung der ländlichen Gesundheitsversorgung.
Die Krise hat ihre Ursache vor allem darin, dass immer weniger Ärzte bereit sind, außerhalb der Städte zu arbeiten. Junge Mediziner bevorzugen zunehmend urbane Zentren, während ländliche Gemeinden mit sinkenden Versorgungsmöglichkeiten konfrontiert sind. Patienten in diesen Regionen müssen oft lange Wartezeiten auf Termine in Kauf nehmen oder weite Strecken für grundlegende Behandlungen zurücklegen. Der Dermatologe Bernd Brinker aus Weener etwa behandelt Patienten, die bis zu 80 Kilometer anreisen, um eine Behandlung zu erhalten.
Niedersachsen verfügt über eine der geringsten AusbildungsKapazitäten für Mediziner in ganz Deutschland – pro 100.000 Einwohner stehen nur zehn Studienplätze zur Verfügung. Bundesweit gibt es zwar jährlich rund 12.000 Ausbildungsplätze, doch Experten wie Dr. Plochg fordern 4.000 bis 5.000 zusätzliche Plätze, um den Bedarf zu decken. Die Landesregierung hat mit einem Zehn-Punkte-Plan reagiert, der unter anderem eine Landarztquote und mehr Ausbildungsmöglichkeiten vorsieht.
Plochg plädiert zudem dafür, die medizinische Ausbildung über die großen Universitätskliniken hinaus auszuweiten. Er schlägt vor, Ausbildungsprogramme in mittelgroßen Städten einzurichten, um mehr Ärzte dazu zu bewegen, sich in ländlichen Regionen niederzulassen. Ohne solche Reformen droht sich die Kluft zwischen Stadt und Land in der medizinischen Versorgung weiter zu vertiefen.
Der Ärztemangel in ländlichen Gebieten Deutschlands zeigt keine Anzeichen einer Besserung. Mit hunderten unbesetzten Stellen und Patienten, die weite Wege auf sich nehmen müssen, steigt der Druck auf die verbleibenden Ärzte weiter an. Zwar sollen der Aktionsplan des Landes und die Forderungen nach mehr Ausbildungsplätzen Abhilfe schaffen – doch bis Lösungen greifen, wird es noch einige Zeit dauern.
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