Apothekenreform: vdek lobt Fortschritte, warnt aber vor steigenden GKV-Kosten
Apothekenreform: vdek lobt Fortschritte, warnt aber vor steigenden GKV-Kosten
Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat auf den Entwurf des Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG) der Bundesregierung mit einer zwiespältigen Bewertung reagiert. Zwar befürwortet er mehrere strukturelle Reformen, warnt jedoch gleichzeitig davor, dass zentrale Änderungen die Kosten in die Höhe treiben und die Wirtschaftlichkeit im Gesundheitssystem untergraben könnten.
In seiner Stellungnahme betont der Verband zwar Unterstützung für bestimmte Verbesserungen, äußert aber Bedenken hinsichtlich finanzieller Risiken und regulatorischer Verschiebungen im Apothekenbereich.
Positiv bewertet der vdek unter anderem die geplanten höheren Zuschläge für Nacht- und Notdienstapotheken. Auch die Einführung von Fördermitteln für eine teilweise Notdienstabdeckung wird begrüßt. Als weiteren Fortschritt sieht der Verband die geplante Regelung, dass Apotheker bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente ohne ärztliche Anordnung abgeben dürfen – eine Maßnahme, die den Patientenzugang zu Behandlungen erleichtern könnte.
Kritisch steht der vdek jedoch der Abschaffung der Nullpreis-Rückwirkung gegenüber. Diese Änderung werde die Wirtschaftlichkeitsprüfungen stören und die Rückerstattung von Rabatten erschweren, argumentiert der Verband. Zudem lehnt er die geplanten erweiterten Spielräume für Apotheker bei der Arzneimittelauswahl ab. Eine solche Flexibilität sei für die Versorgungssicherheit nicht erforderlich und könnte die Kostendämpfung unterlaufen.
Bei der Finanzierung schlägt der vdek vor, die fast 540 Millionen Euro aus den Rücklagen des Fonds für pharmazeutische Dienstleistungen für die Notdienstfinanzierung zu nutzen. Dieser Fonds, der seit 2022 durch einen Aufschlag von 20 Cent pro Medikamentenpackung gespeist wird, weist derzeit ungenutzte Mittel auf, da viele Apotheken diese Leistungen nicht anbieten.
Grundsätzlich unterstützt der Verband die Idee der Selbstverwaltung bei der Vergütungsgestaltung, fordert jedoch klarere Schutzmechanismen, um übermäßige Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu verhindern. Abgelehnt werden zudem gesetzlich festgelegte Definitionen bestimmter pharmazeutischer Dienstleistungen (pDL), da dies die Selbstregulation im Gesundheitssystem beeinträchtigen würde.
Insgesamt geht der vdek davon aus, dass die Reform die GKV-Kosten steigern wird – vor allem durch den Ausbau der pDL und die erweiterten Entscheidungsbefugnisse der Apotheker. Der Verband pocht darauf, die bestehenden Wirtschaftlichkeitsinstrumente beizubehalten, um unnötige finanzielle Belastungen zu vermeiden.
Die Bewertung des vdek zeigt eine Spannung zwischen der Unterstützung praktischer Reformen und der Sorge vor steigenden Kosten. Während der Verband die Finanzierung von Notdiensten und den erleichterten Medikamentenzugang befürwortet, warnt er vor Änderungen, die die Kostenkontrolle schwächen könnten.
Der Appell, bestehende Rücklagen für Notdienste zu nutzen, unterstreicht das Bestreben des Verbandes, Reformvorteile mit finanzieller Verantwortung in Einklang zu bringen. Diese Position wird voraussichtlich die weiteren Diskussionen über die Umsetzung des Gesetzes prägen.
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