Koblenz feiert einen Gottesdienst zwischen Kunst, Philosophie und Musik
Koblenz feiert einen Gottesdienst zwischen Kunst, Philosophie und Musik
Ein einzigartiger Gottesdienst zwischen Kunst, Musik und Philosophie in Koblenz
Diese Woche fand in Koblenz ein außergewöhnlicher Gottesdienst statt, der Kunst, Musik und Philosophie vereinte. Organisiert vom Kulturbüro der Stadt und dem Schulamt, brachte die Veranstaltung lokale Künstlerinnen und Künstler, Musiker sowie Denker zu einem Abend der Besinnung zusammen. Im Mittelpunkt stand die Installation Mensch von Barbara Gröbl, die noch bis zum 15. März 2026 in der Herz-Jesu-Kirche zu sehen ist.
Die Feier wurde gemeinsam von Superintendent Rolf Stahl der Evangelischen Kirche und Dekan Thomas Darscheid der Katholischen Kirche geleitet. Mitwirkende waren unter anderem die Rheinische Philharmonie, die Musikschule Koblenz und der Jugendkammerchor. Daneben trugen Schauspieler des Theater Koblenz, der Organist Joachim Aßmann sowie Mitglieder des Opernchors und des Koblenzer Jugendtheaters bei.
Professor Wolf-Andreas Liebert von der Universität Koblenz hielt einen Hauptvortrag über Kreativität in der heutigen Kultur der Selbstoptimierung. Dabei prägte er das Wortspiel ersöchpferisch – eine Verbindung von Erschöpfung und Schöpfung – und kritisierte den gesellschaftlichen Fokus auf Macht und Konsum. Liebert bezog sich zudem auf Sigmund Freuds Idee des "prothetischen Gottes" und hinterfragte die Abhängigkeit des Menschen von äußeren Kräften.
Im Anschluss an den Gottesdienst ging es für die Besucher weiter zum Künstlerhaus Metternich, wo die Ausstellung Ein Teil des Ganzen XII – ERSCHÖPFEND KREATIV eröffnet wurde. Die Schau, präsentiert vom Bund Bildender Künstler Mittelrhein (BBK), griff die Themen des Abends auf.
Barbara Gröbls Installation Mensch bleibt noch fast zwei Jahre in der Herz-Jesu-Kirche zu sehen. Die Veranstaltung unterstrich die Zusammenarbeit der Koblenzer Kulturinstitutionen und verband religiöse Tradition mit zeitgenössischer Kunst. Die Ausstellung im Künstlerhaus Metternich steht weiterhin allen Interessierten offen, die sich mit den Themen des Abends auseinandersetzen möchten.
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