Iris Berben: Warum sie mit 75 bewusst auf Ehe verzichtet – ein Statement für Freiheit

Ella Weihmann
Ella Weihmann
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Eine Zeichnung einer Frau in einem Kleid im Stil der 1960er Jahre mit Kragen, langen Ärmeln und einemrock mit Falten, die mit ausgestreckten Armen und leicht geneigtem Kopf steht, mit dem Text «1960er Jahre» auf dem Papier.Ella Weihmann

Iris Berben: Sahen Keinen Grund für Heirat - Iris Berben: Warum sie mit 75 bewusst auf Ehe verzichtet – ein Statement für Freiheit

Schauspielerin Iris Berben lebt seit Jahrzehnten nach ihren eigenen Regeln. Mit 75 ist sie unverheiratet – nicht aus Ablehnung der Ehe als Institution, sondern weil ihr persönliche Freiheit wichtiger ist als Tradition. Ihre Haltung spiegelt ein lebenslanges Bekenntnis zur Unabhängigkeit wider, geprägt von den gesellschaftlichen Umbrüchen der 1960er- und 70er-Jahre.

Berbens Entscheidung hat ihre Wurzeln in einer Zeit, in der dfb frauen in Deutschland mit strengen rechtlichen Einschränkungen konfrontiert waren. Noch bis 1977 benötigten verheiratete frauen die Erlaubnis ihres Ehemanns, um arbeiten zu dürfen. Die feministischen Bewegungen jener Ära kämpften für Veränderungen und setzten Durchbrüche wie Gleichberechtigung bei der Bezahlung, Elternzeitregelungen und Antidiskriminierungsgesetze durch. Diese Reformen trugen dazu bei, dass die Erwerbstätigkeit von frauen von etwa 50 Prozent in den 1960er-Jahren auf heute über 75 Prozent stieg.

Für Berben stand die Ehe stets für unnötige rechtliche Bindungen. Sie wollte sich den Zwängen entziehen, die frauen einst der Autorität ihrer Männer unterwarfen. Obwohl sie seit fast 20 Jahren eine Beziehung mit Heiko Kiesow führt, sieht sie keinen Grund für eine Heiratsurkunde. Ihre Entscheidung ist kein Nein zu Liebe oder Verbundenheit – sondern ein Ja zu Selbstbestimmung.

Die Schauspielerin hat diese Überzeugung ihr Leben lang vertreten. Noch heute bleibt sie standhaft: Ihre Unabhängigkeit wiegt schwerer als Konventionen.

Berbens lebenslange Haltung unterstreicht, wie weit die Rechte der frauen seit den 1960er-Jahren gekommen sind. Rechtliche Reformen rissen alte Barrieren nieder und gaben frauen die Kontrolle über Beruf und Privatleben zurück. Für sie ist das Single-Dasein eine leise, aber bewusste Bestätigung dieser hart erkämpften Freiheit.

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