Gewaltwelle gegen Bahnmitarbeiter: Ein Toter und tägliche Angriffe in 2025

Wilhelm Roskoth
Wilhelm Roskoth
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Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Zuges mit der Aufschrift 'Defense Special', der auf den Schienen steht, mit zwei Flaggen auf der linken Seite und einer Decke darüber.Wilhelm Roskoth

Gewaltwelle gegen Bahnmitarbeiter: Ein Toter und tägliche Angriffe in 2025

Eine Reihe gewalttätiger Angriffe auf Bahnmitarbeiter in Deutschland hat Besorgnis über die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr ausgelöst. In den vergangenen Wochen wurden bei zwei getrennten Vorfällen Beschäftigte schwer verletzt, ein Opfer starb. Offizielle Zahlen zeigen zudem einen deutlichen Anstieg von Bedrohungen und Übergriffen auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn in diesem Jahr.

In einem Zug zwischen Stuttgart und Crailsheim wurde eine 42-jährige Zugbegleiterin angegriffen, nachdem sie einen Schwarzfahrer zur Rede gestellt hatte. Der 21-jährige Mann ohne gültigen Fahrausweis wurde aggressiv, als sie ihn nicht ohne Konsequenzen aussteigen ließ. Er spuckte ihr auf das Bein, schlug mit einer Flasche nach ihr und floh, bevor die Polizei eingreifen konnte. Die Zugbegleiterin erstattete am folgenden Tag Anzeige.

Nur wenige Tage zuvor endete ein weiterer Angriff in der Nähe von Landstuhl in Rheinland-Pfalz tragisch. Serkan Çalar, ein 36-jähriger Fahrkartenkontrolleur türkischer Herkunft, prüfte Fahrausweise, als ein Fahrgast ohne Ticket ihn gewaltsam am Kopf traf. Der Angriff verursachte bei Çalar eine Hirnblutung, an deren Folgen er später im Krankenhaus verstarb. Die Polizei nahm den Verdächtigen, einen 26-jährigen Griechen ohne festen Wohnsitz, fest und brachte ihn in Gewahrsam.

Die Behörden verzeichnen für das Jahr 2025 eine alarmierende Entwicklung. Von Januar bis Oktober wurden 2.987 Bedrohungen oder körperliche Angriffe auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn registriert – im Schnitt fünf Vorfälle pro Tag. Darunter waren 1.148 Bedrohungen, 1.231 tätliche Angriffe und 324 Fälle gefährlicher Körperverletzung. Keine bestimmte Region wurde als besonders betroffen hervorgehoben.

In einem weiteren Fall bestätigte die Stuttgarter Polizei die Festnahme eines 21-jährigen Mannes aus Pakistan, nachdem er eine Zugbegleiterin makedonischer Herkunft angegriffen hatte. Der Vorfall ereignete sich, als sie ein erhöhtes Beförderungsentgelt ausstellte und ihn um seinen Ausweis bat.

Die jüngsten Angriffe unterstreichen die wachsenden Risiken, denen Bahnmitarbeiter in ganz Deutschland ausgesetzt sind. Mit fast 3.000 gemeldeten Vorfällen allein in diesem Jahr stehen Behörden und Verkehrsbetriebe unter Druck, die Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern. Der tödliche Angriff auf Serkan Çalar hat die Forderungen nach strengeren Schutzmaßnahmen für das Personal weiter verschärft.

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